KI - der kreative Zerstörer

Künstliche Intelligenz verändert Unternehmen, Branchen und Märkte. Sie wird als Treiber der 4. Industriellen Revolution bezeichnet und erhöht das ohnehin schon rasante Tempo, in dem sich unsere Welt dreht. Ein aktiver Investmentansatz hilft, bei der Zusammenstellung eines Portfolios von diesem Trend zu profitieren und Fallstricke zu vermeiden.

Die Fahrt hat gerade erst begonnen

2024 war ein Jahr, in dem Unternehmen geprüft haben, ob KI ihnen hilft, effizienter zu werden und Prozesse zu optimieren. 2025 ist es schon so weit, dass sie die Technologie in größerem Umfang einsetzen und in ihre Geschäftsmodelle integrieren.

Die großen Tech-Unternehmen in den USA werden 2025 vermutlich 300 Milliarden Dollar in KI investieren.1

Perfektion hat ihren Preis

Eine Folge des kometenhaften Aufstiegs der KI seit Ende 2022 ist, dass die Bewertungen vieler mit KI verbundener Unternehmen im Jahr 2025 auf Perfektion eingepreist wurden, sodass diese Aktien sehr empfindlich auf unerwartete Nachrichten reagieren. Bisher war 2025 jedoch ein Jahr mit vielen Schocks und Überraschungen.

Beispiel China: Ein bisher unbekanntes Start-up stellte ein großes KI-Sprach-Modell vor, dessen Effizienz und Leistung die der führenden US-Modelle herausforderte. Zunächst weckte diese Neueinführung Zweifel an den Bewertungen des Technologiesektors und der Dominanz von US-Unternehmen im KI-Bereich. Solche Durchbrüche könnten jedoch auch die Einführung von KI beschleunigen, was insgesamt zu einer höheren Nachfrage führen würde. Mit anderen Worten, KI-Modelle würden dem Jevons-Paradoxon unterliegen, dem Effekt, der nach dem englischen Ökonomen William Jevons benannt ist. Dieser stellte 1865 fest, dass technologische Durchbrüche, die zu einer effizienteren Nutzung von Kohle führten, letztendlich den Gesamtverbrauch von Kohle erhöhten.

KI ist jedoch nicht nur mit Chancen verbunden. Zu den Risiken gehören die zu weit von der Realität entfernten Gewinnerwartungen und geopolitische Risiken – insbesondere in Regionen mit sensibler Halbleitertechnologie –, die eine Bedrohung für die Lieferketten darstellen könnten. Schließlich besteht bei einem so dynamischen und innovativen Thema immer das Risiko, dass disruptive Unternehmen selbst mit Disruption konfrontiert werden könnten. Auf der anderen Seite kann die anschließende Fehlbewertung für Anleger von Vorteil sein, wenn die Märkte eine “Erst schießen, dann denken”-Reaktion zeigen.

Die KI-Champions und ihre Zulieferer

Die KI-Champions sind attraktive Investments: Sie verfügen über ein starkes Kerngeschäft, können hohe Mengen an freiem Cashflow generieren und verfügen über die Mittel, um Investitionen zu finanzieren, ohne notwendigerweise zusätzliche Schulden aufzunehmen. Hinzu kommen oftmals zahlreiche Wettbewerbsvorteile wie Netzwerkeffekte oder Skaleneffekte.

Diese Spitzenreiter ziehen zudem viele andere Bereiche mit sich. So erhöhen sie die Nachfrage und Investitionen in Infrastruktur (Cloud-Computing-Hosts), fördern die Weiterentwicklung und Anwendung neuer KI-Lösungen und stärken die Zulieferer aus der Halbleiterindustrie.

Industrieunternehmen diversifizieren ihre Produktlinien, um Lösungen für die Flüssigkeitskühlung zu entwickeln, die dazu beitragen, die Wärmeprobleme in Rechenzentren zu beheben oder die Energieeffizienz zu verbessern. KI-Rechenzentren sind so energieintensiv, dass der Zugang zu Strom in vielen Regionen zu einem großen Problem wird, was die Nachfrage nach erneuerbarer und sauberer Energieversorgung ankurbelt.

Auch die Cybersicherheit muss gestärkt werden, um die Bedrohung durch KI-Tools abzuwehren.

Disruptive technologie - eine transversale strategie

Wichtig ist, dass das Wachstum der KI und ihre zunehmende Akzeptanz zeigen, dass Investitionen in disruptive Technologien nicht nur einen einzelnen Sektor betreffen müssen. Es gibt viele potenzielle Gewinner, die über den Technologiesektor hinausgehen – mit Chancen bei Konsumgüter-, Industrie-, Gesundheits- und Finanzunternehmen – die unterstreichen, wie neue Technologien unsere Welt verändern.

Bei Investments muss man die richtige Wahl treffen

Da die KI-Entwicklung in atemberaubender Geschwindigkeit voranschreitet und sich gleichzeitig die Weltereignisse rasant weiterentwickeln, erfordert es Geschick, zwischen den Unternehmen zu unterscheiden, die auf dieser Welle der Disruption reiten können, und gleichzeitig diejenigen zu vermeiden, die ihr zum Opfer fallen könnten. Bei BNP Paribas Asset Management kombiniert unsere “Disruptive Technology” Strategie mehrere Perspektiven, um die besten Chancen im Innovationsbereich zu nutzen. Trotz des Fokus auf Technologie wird in Unternehmen potenziell in alle Sektoren investiert, solange diese entweder führende oder von technologischen Fortschritten profitierende Unternehmen sind. Das Expertenteam bleibt wachsam gegenüber den anhaltenden Risikofaktoren und ist weiter zuversichtlich, dass die langfristigen Chancen für innovative Lösungen in der neuen Weltordnung gedeihen werden.

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Wichtige Hinweise

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Umwelt-, Sozial- und Governance-Anlagerisiko (ESG): Das Fehlen gemeinsamer oder harmonisierter Definitionen und Kennzeichnungen zur Integration von ESG- und Nachhaltigkeitskriterien auf EU-Ebene kann zu unterschiedlichen Ansätzen der Manager bei der Festlegung von ESG-Zielen führen. Dies bedeutet auch, dass es schwierig sein kann, Strategien zu vergleichen, die ESG- und Nachhaltigkeitskriterien integrieren, da die Auswahl und die Gewichtung bei der Auswahl von Investitionen auf Metriken basieren können, die zwar denselben Namen tragen, denen aber unterschiedliche Bedeutungen zugrunde liegen. Bei der Bewertung eines Wertpapiers anhand der ESG- und Nachhaltigkeitskriterien kann der Anlageverwalter auch Datenquellen nutzen, die von externen ESG-Research-Anbietern bereitgestellt werden. Angesichts des sich entwickelnden Charakters von ESG können diese Datenquellen bis auf weiteres unvollständig, ungenau oder nicht verfügbar sein. Die Anwendung von Standards für verantwortungsvolles Geschäftsgebaren im Anlageprozess kann zum Ausschluss von Wertpapieren bestimmter Emittenten führen. Folglich kann die Wertentwicklung des Teilfonds zeitweise besser oder schlechter sein als die Wertentwicklung vergleichbarer Fonds, die solche Standards nicht anwenden.

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