Alles Wichtige auf einen Blick
Wie von den Marktteilnehmern erwartet, ging die Jahresinflation in den USA den zweiten Monat in Folge zurück – von 3,5% im Juni auf 3,4%. Auch die Kerninflation, bei der die schwankungsanfälligeren Lebensmittel- und Energiepreise nicht berücksichtigt sind, hat nachgelassen – von 2,6% auf 2,5% im Juli, den niedrigsten Wert seit März 2021. Die geringere Teuerung stützt die Erwartungen, dass die US-Notenbank Fed ihre Leitzinsen auf ihrer August-Sitzung konstant lassen wird. Schon im Juli waren sie unverändert in einer Spanne von 3,5% bis 3,75% geblieben, mit einer Mehrheit von neun zu drei Stimmen. Die Notenbankvertreter hatten darauf verwiesen, dass die Inflation noch immer über den angestrebten 2% gelegen hat.
Nachrichten aus aller Welt
Nach Angaben von Eurostat ist die Euroraum-Wirtschaft im 2. Quartal um 0,4% gewachsen. Dieser Wert deckt sich mit der vorherigen Schätzung. Im 1. Quartal hatte die Wirtschaft stagniert. Aus der Mitteilung geht auch hervor, dass die Zahl der Erwerbstätigen im Euroraum im 2. Quartal um 0,1% gegenüber dem Vorquartal gestiegen ist. Der Beschäftigungsanstieg gegenüber dem Vorjahr betrug 0,5%. Die britische Wirtschaft zog im 2. Quartal erwartungsgemäss um 0,4% an, verfehlte damit jedoch die 0,6% Expansion im 1. Quartal.
Zahl im Fokus: 500 Milliarden Dollar
Der weltweit grösste Halbleiterhersteller NVIDIA hat Partnerschaften mit einigen der grössten Finanzinstitute an der Wall Street angekündigt. Ziel ist, Kapital in Höhe von 500 Milliarden US-Dollar einzuwerben. Mit diesem Geld sollen Projekte in den Bereichen künstliche Intelligenz und Infrastruktur wie Rechenzentren und Chip-Produktionsanlagen finanziert werden. Damit dürften KI-Firmen ihre Nachfrage auch dann bedienen können, wenn sie keinen eigenen Zugang zu ausreichenden Finanzmitteln haben, um die Infrastruktur schnell genug aufzubauen. Fachleute sehen in dem Abkommen eine grundlegende Verschiebung bei der Finanzierung von KI-Infrastruktur.
Grafik der Woche
Zurzeit spiegeln die Aktienmärkte keine allzu grosse Sorge über das Risiko einer kurzfristigen Korrektur wider. Trotz der anhaltenden geopolitischen Spannungen, die noch vor vier Monaten für eine Volatilitätsspitze gesorgt hatten, liegt der Volatilitätsindex VIX nahe seinem bisherigen Jahrestief. Auch der Anleihenmarkt hat sich seit den enormen Turbulenzen Ende März erheblich beruhigt. Die negative Kursentwicklung der zehnjährigen US-Staatsanleihe im Juli – mit einem Renditeanstieg auf über 4,70% – dürfte unter Anlegern jedoch für eine gewisse Verunsicherung gesorgt haben, wobei eine Entkopplung der Schwankungen am Anleihemarkt von der Aktienmarktvolatilität zu beobachten ist.

Wissenswert:
Big-Mac-Index: Eine eingängige Veranschaulichung der Theorie der Kaufkraftparität, die den Preis eines Big Mac in verschiedenen Ländern vergleicht. Der von The Economist konzipierte Big-Mac-Index feiert dieses Jahr sein 40. Jubiläum. Er wird als Massstab dafür herangezogen, ob Währungen gegenüber dem US-Dollar über- oder unterbewertet sind. Dem Index zufolge ist derzeit die Schweiz das Land, in dem ein Big Mac mit rund 9 US-Dollar am teuersten ist, während er in Indonesien schon für rund 2,40 US-Dollar zu haben ist. Von Kritikern wird indes angemerkt, dass durchschnittliche Burgerpreise erwartungsgemäss in Ländern mit geringeren Arbeitskosten am niedrigsten ausfallen.
Das bringt die Woche
Am Montag veröffentlichen Kanada seine jüngsten Inflationsdaten und Japan eine vorläufige Schätzung des Wirtschaftswachstums des Landes im 2. Quartal. Am Mittwoch macht der US-Offenmarktausschuss das Protokoll seiner jüngsten Zinssitzung bekannt. Euroraum-Inflationsdaten erscheinen am Mittwoch, gefolgt von den entsprechenden Zahlen aus Japan am Freitag. Ebenfalls am Freitag kommen eine Reihe vorläufiger Einkaufsmanagerdaten heraus, unter anderem für Japan, den Euroraum, die USA und das Vereinigte Königreich.
Weitere Analysen finden Sie beim Investment Institute